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Kennzeichen reservieren: So funktioniert es (Ablauf & Kosten)

Jemand tippt auf einem Smartphone, um ein Autokennzeichen online zu reservieren

Die eigenen Initialen, das Geburtsjahr oder ein besonderes Jubiläum: Ein persönliches Wunschkennzeichen macht dein Auto oder Motorrad unverwechselbar. Früher musste man an der Zulassungsstelle hoffen, dass die Wunschkombination noch frei ist – heute erledigst du das in wenigen Sekunden bequem von der Couch aus.

Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie du dein Kennzeichen online prüfst und blockst, welche bundesweit einheitlichen Gebühren (exakt 12,80 Euro) dafür anfallen, wie lange deine Reservierung gültig bleibt und welche Buchstabenkombinationen in Deutschland generell verboten sind.

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Gib hier dein Ortskürzel und deine Wunschkombination ein, um live abzufragen, ob dein Kennzeichen noch frei ist!

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Schritt für Schritt: So reservierst du dein Kennzeichen

Der Prozess von der ersten Idee bis zur finalen Zulassung ist denkbar einfach und spart dir am Tag der Fahrzeuganmeldung enorm viel Zeit und Laufwege. So gehst du vor:

  1. Live-Check durchführen: Gib in unserem Widget dein Ortskürzel sowie die gewünschten Buchstaben und Zahlen ein. Das System prüft in Echtzeit, ob die Kombination bei deiner regionalen Zulassungsbehörde noch verfügbar ist.
  2. PIN / Bestätigung sichern: Ist das Kennzeichen frei, kannst du es direkt auf deinen Namen (bzw. den des zukünftigen Fahrzeughalters) blocken lassen. Du erhältst im Anschluss eine Reservierungsbestätigung – oft mit einer PIN.
  3. Schilder online prägen lassen: Mit der Bestätigung in der Hand kannst du deine physischen Blechschilder sofort online bestellen. Sie werden per Post zu dir nach Hause geliefert. Das ist bis zu 70 % günstiger als bei den Prägestellen direkt neben der Zulassungsstelle!
  4. Fahrzeug zulassen: Zum vereinbarten Termin bei der Zulassungsstelle bringst du deine fertigen Schilder, deine Fahrzeugpapiere und die Reservierungs-PIN mit. Die Sachbearbeiter kleben nur noch die TÜV- und Länderplaketten auf – fertig!

Die Kosten: Wie teuer ist ein Wunschkennzeichen?

Viele Autofahrer fürchten hohe Extrakosten, wenn sie sich ein persönliches Kennzeichen aussuchen. Doch diese Sorge ist unbegründet. Die Gebühren für ein Wunschkennzeichen sind in der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt) bundesweit einheitlich gesetzlich geregelt.

Egal, ob du in München, Berlin oder Hamburg wohnst, die Behörde berechnet immer genau:

  • 10,20 Euro für die Zuteilung des Wunschkennzeichens.
  • 2,60 Euro für die Vorab-Reservierung im Internet.

Insgesamt zahlst du für die amtliche Reservierung also exakt 12,80 Euro.

Wichtiger Hinweis: Diese 12,80 Euro bezahlst du nicht sofort online im Internet! Die Gebühr wird erst am Tag der tatsächlichen Anmeldung direkt vor Ort in der Zulassungsstelle fällig (zusammen mit den normalen Zulassungsgebühren).

Dauer der Reservierung: Wie lange bleibt das Schild geblockt?

Während die Kosten bundesweit identisch sind, gibt es bei der Dauer der Reservierung erhebliche regionale Unterschiede. Jede Zulassungsbehörde (Stadt oder Landkreis) darf die Frist selbst festlegen.

  • In den meisten Regionen liegt die Reservierungsdauer zwischen 14 Tagen und 90 Tagen.
  • Einige sehr kulante Landkreise blocken Wunschkennzeichen sogar für bis zu 180 oder 365 Tage.
  • In Metropolen mit extrem hohem Fahrzeugaufkommen kann die Frist auf wenige Tage begrenzt sein.

Die exakte Dauer findest du auf der Reservierungsbestätigung, die du nach dem Online-Check erhältst. Tipp: Verfällt die Frist ungenutzt, wird das Kennzeichen automatisch wieder für die Allgemeinheit freigegeben. In vielen Fällen kannst du die Reservierung jedoch kurz vor Ablauf telefonisch bei der Zulassungsstelle verlängern lassen.

Verbotene Kombinationen: Was ist in Deutschland nicht erlaubt?

Du kannst deiner Kreativität fast freien Lauf lassen – aber nur fast. Nach § 8 Abs. 1 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) dürfen Kennzeichen "nicht gegen die guten Sitten verstoßen".

Das bedeutet, dass bundesweit Kürzel verboten sind, die einen Bezug zum Nationalsozialismus aufweisen. Dazu gehören zwingend:

  • HJ (Hitlerjugend)
  • KZ (Konzentrationslager)
  • SA (Sturmabteilung)
  • SS (Schutzstaffel)
  • SD (Sicherheitsdienst)

Darüber hinaus sperren einige Bundesländer oder Landkreise regionale Kürzel, die in bestimmten Kontexten beleidigend oder unerwünscht wirken können (z.B. "BUL-LE" oder "N-PD"). Unser Live-Check sortiert diese verbotenen Kombinationen in der Regel automatisch aus.

Häufige Fragen (FAQ) zur Kennzeichen-Reservierung

Kann ich das Kennzeichen für eine andere Person reservieren?

Das kommt auf die Zulassungsstelle an. Meistens muss die Reservierung zwingend auf den Namen der Person erfolgen, auf die das Fahrzeug später auch zugelassen wird. Wenn du ein Auto für deinen Partner anmeldest, reserviere das Schild am besten direkt auf dessen Namen.

Muss ich bei einer Reservierung sofort Schilder bestellen?

Nein, es gibt keine Pflicht, die Blechschilder sofort zu kaufen. Es ist jedoch aus Kosten- und Zeitgründen extrem ratsam, sie nach der erfolgreichen Reservierung online zu bestellen und zur Anmeldung mitzubringen.

Kann ich mein aktuelles Kennzeichen beim Autokauf behalten?

Ja, die sogenannte Kennzeichenmitnahme ist in Deutschland problemlos möglich. Wenn du dein altes Auto abmeldest, kannst du dein Kennzeichen bei der Abmeldung sofort für dein neues Auto reservieren (die sogenannte PIN-Zuteilung zur Wiederverwendung).

Wie viele Zeichen darf mein Wunschkennzeichen haben?

Ein reguläres, einzeiliges Euro-Kennzeichen darf maximal 8 Stellen umfassen (inklusive dem Ortskürzel). Bei Sonderkennzeichen (Saison, H-Kennzeichen oder E-Kennzeichen) reduziert sich der Platz für deine Wunsch-Zahlen und Buchstaben entsprechend.