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Kfz-Steuer berechnen & verstehen: Alles, was Du wissen musst

Dokumente zur Kfz-Steuerberechnung neben einem Autoschlüssel und einem Taschenrechner

Die Kfz-Steuer ist für jeden Fahrzeughalter ein jährlicher Fixposten, der oft für Verwirrung sorgt. Warum zahlt der Nachbar für seinen Neuwagen weniger Steuern als Du für Deinen älteren Gebrauchtwagen, obwohl die Autos ähnlich groß sind? Die Antwort liegt in den komplexen Berechnungsmodellen des Zolls, die sich aus Hubraum, Antriebsart und vor allem dem CO2-Ausstoß zusammensetzen. Wer die Faktoren kennt, erlebt bei der Abbuchung keine bösen Überraschungen und kann schon vor dem Autokauf bares Geld sparen. In diesem Ratgeber erkläre ich Dir als Auto-Experte transparent und leicht verständlich, wie sich Deine Autosteuer zusammensetzt, welche Fahrzeuge komplett befreit sind und worauf Du bei der Zulassung achten musst.

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Wie wird die Kfz-Steuer berechnet?

Die Zuständigkeit für die Autosteuer liegt in Deutschland beim Zoll. Die Berechnungsgrundlage hat sich über die Jahre mehrfach geändert (Stichwort: WLTP-Prüfverfahren). Bei Pkw, die nach 2021 zugelassen wurden, setzt sich die Steuer aus zwei Hauptkomponenten zusammen:

  1. Hubraumsteuer: Für angefangene 100 Kubikzentimeter (ccm) zahlst Du einen festen Betrag. Dieser unterscheidet sich je nach Antrieb. Benziner sind hier pro 100 ccm günstiger als Dieselfahrzeuge.
  2. CO2-Steuer: Dies ist der Klima-Faktor. Für jedes Gramm CO2 pro Kilometer, das Dein Auto über dem Freibetrag von 95 g/km ausstößt, wird ein gestaffelter Aufschlag berechnet. Je höher der Ausstoß, desto teurer wird jedes weitere Gramm.

Zusätzlich spielen Schadstoffklassen (Euro 4, Euro 5, Euro 6) bei älteren Fahrzeugen eine entscheidende Rolle. Wer ein Auto mit schlechter Schadstoffklasse fährt, wird durch höhere Steuersätze belastet.

Verbrenner vs. Elektro: Steuervorteile nutzen

Der Gesetzgeber möchte klimafreundliche Mobilität fördern. Daher gibt es massive steuerliche Unterschiede zwischen klassischen Verbrennungsmotoren (Benzin/Diesel) und reinen Elektroautos. Wenn Du vor einer Neuanschaffung stehst, solltest Du die laufenden Steuerkosten unbedingt in Deine Kalkulation einbeziehen.

Der Elektro-Bonus

Reine Elektroautos (BEV) profitieren von einer großzügigen Steuerbefreiung. Wenn Du ein E-Auto kaufst, zahlst Du bis zum 31.12.2030 überhaupt keine Kfz-Steuer. Danach wird eine stark ermäßigte Steuer fällig, die sich nach dem zulässigen Gesamtgewicht richtet.

Die CO2-Falle beim Verbrenner

Große SUVs und Sportwagen mit hohem CO2-Ausstoß (über 195 g/km) werden durch die gestaffelte CO2-Steuer extrem teuer. Hier fallen pro Gramm über dem Grenzwert 4,00 Euro an. Ein Hubraum-starker Diesel sprengt hier schnell das jährliche Budget.

Häufige Fragen (FAQ) zur Kfz-Steuer

Wann wird die Kfz-Steuer abgebucht?

Die Kfz-Steuer wird in der Regel einmal jährlich im Voraus abgebucht. Der Einzug per SEPA-Lastschriftmandat durch das Hauptzollamt erfolgt meist wenige Wochen nach der Fahrzeugzulassung und anschließend immer zum selben Stichtag im Jahr.

Muss ich für ein E-Auto Kfz-Steuer zahlen?

Nein, noch nicht. Reine Elektrofahrzeuge sind bei Erstzulassung bis maximal zum 31. Dezember 2030 von der Kfz-Steuer befreit. Diese Regelung gilt auch für gebrauchte E-Autos, sofern der Befreiungszeitraum (maximal 10 Jahre ab Erstzulassung) noch nicht abgelaufen ist. Hybridfahrzeuge sind davon ausgeschlossen.

Was passiert, wenn die Kfz-Steuer nicht abgebucht werden kann?

Ist Dein Konto nicht gedeckt, schickt Dir der Zoll eine Mahnung inklusive Säumniszuschlägen. Zahlst Du weiterhin nicht, droht die Zwangsstilllegung des Fahrzeugs. Die Zulassungsstelle kommt dann im schlimmsten Fall zu Dir nach Hause und kratzt die Plaketten vom Kennzeichen.

Wer ist von der Kfz-Steuer befreit?

Neben Elektroautos können auch Menschen mit einer Schwerbehinderung (ab einem bestimmten Grad und entsprechenden Merkzeichen wie "H", "Bl" oder "aG") eine vollständige oder 50-prozentige Befreiung von der Kfz-Steuer beim Zoll beantragen.